medico international

19.01.2012

Globale Gesundheit und soziale Gerechtigkeit

medico-Debatten auf dem 17. Kongress Armut und Gesundheit in Berlin, 09. März 2012

Vorschläge und internationale Debatten für einen radikalen Politikwechsel

Die globale Finanzkrise erschüttert in immer kürzeren Wellen unsere Gesellschaften. Doch sind es nicht mehr nur die Verwerfungen auf den Finanzmärkten, die Schlagzeilen machen, auch der Protest, mithin die Wut und Empörung beginnen, Geschichte zu schreiben: die „Opfer“ hören auf, einfach nur „Betroffene“ zu sein, ergreifen das Wort und mischen sich ein: in eigener Sache und in eigenem Namen.

Es geht um Fragen der Gesellschaft, des Gemeinwohls, der öffentlichen Güter – zu denen auch die Gesundheit gehört, die jedes und jeder einzelnen wie die Gesundheit aller, die öffentliche Gesundheit. Wie ist die Lage der „Weltgesundheit“ im Jahr 5 nach dem Zusammenbruch der Finanzmärkte? Was genau, zum Beispiel, sind die sozialen Bedingungen der Gesundheit? Wie können wir auf diese Bedingungen Einfluss nehmen, lokal und global?

Die medico-Debatten zur Demokratisierung globaler Gesundheit gehen diesen Fragen nach, stellen dazu auch den Global Health Watch vor und berichten von den Vorbereitungen der nächsten People’s Health Assembly.

Freitag, 9. März 2012 - Hauptgebäude der Technischen Universität Berlin


11:30 – 13:00 Uhr

Zur Lage der Weltgesundheit

Zwei exemplarische Initiativen: Der Global Health Watch 3 und die 3. People’s Health Assembly

Der kritische Blick auf die Weltgesundheit und ihre Akteure: Global Health Watch 3 David McCoy, People´s Health Movement, Centre for International Health and Development, University College, London

Unterwegs zur dritten People’s Health Assembly: Weltversammlung der GesundheitsaktivistInnen in Südafrika Remco van der Pas, People´s Health Movement, WEMOS Foundation, Amsterdam

Moderation: Kirsten Schubert, medico international, Frankfurt/Main


14:15 – 15:45 Uhr

Gesundheit als Gemeingut in öffentlicher Verantwortung

Das gesellschaftliche Sein und das Recht auf Zugang zu Gesundheit

Soziale Infrastruktur der Gesundheit – Mehr als Arztpraxen und Krankenhäuser Nadja Rakowitz, Verein Demokratischer Ärztinnen und Ärzte, Maintal

Nach der Revolution: Chancen für Zugang zu Gesundheit für alle Alaa Shukrallah, People´s Health Movement, AHED/Association for Health and Enviromental Development, Kairo

Moderation: Andreas Wulf, medico international, Frankfurt/Main


16:15 – 17:45 Uhr

Partizipation und Governance

Wer sitzt mit im Boot und wer steuert?

Wer an einen Runden Tisch Gesundheit gehört – und wer nicht Thomas Gebauer, Geschäftsführer medico international, Frankfurt/Main

Partizipation in Vertretung der Patienten Gregor Bornes, Patientenvertreter im Gemeinsamen Bundesausschuss, Sprecher BAG Patientenstellen

Sich einmischen in die multilaterale Gestaltung von Globalisierung? Ilona Kickbusch, Global Health Programme, Graduate Institute for International and Development Studies, Genf

Moderation: Anja Dieterich, Diakonie Bundesverband, Berlin


Infos

Achtung! Neuer Veranstaltungsort! Der 17. Kongress „Armut und Gesundheit“ findet am Freitag, 09. März und am Samstag, 10. März 2012 im Hauptgebäude der Technischen Universität Berlin, Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin, statt.

Weitere Infomationen zu den Themen der medico- Debatten finden Sie auf www.medico.de/themen/gesundheit/. Alle medico- Workshops werden simultan übersetzt.

Die Anmeldung ist bei www.armut-und-gesundheit.de möglich. Bei einer Anmeldung bis zum 31. Januar 2012 zahlen Sie für den Kongress und die angeschlossenen Satellitenveranstaltungen einen vergünstigten Beitrag (€ 60,- / € 10,-).

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